A-Muster im Entwicklungsprozess

A-Muster sind Prototypen, erste Funktionsmuster, Designmuster oder Platzhalter falls die Funktion noch unklar ist. Jedes Einzelteil wird bereits früh im Zusammenhang mit dem Gesamtprodukt gesehen, auch wenn Details noch unklar sind. Die Abstimmung mit der gesamten Baugruppe oder auch einem kompletten Fahrzeug ist damit schon früh im Projekt möglich.
Im frühen Entwicklungsprozess erfüllen Prototypen als A-Muster ihren Zweck. Sie müssen noch nicht viel Ähnlichkeit mit den späteren Serienteilen haben. An diese ersten Teile werden keine hohen Anforderungen gestellt, sie sollen die wichtigsten Funktionen erfüllen, für einfache Tests oder als Anschauungsmodell zur Verfügung stehen.
Die ersten A-Muster werden oft als STL-Teile, 3D-Druck oder Frästeile aufgebaut, so sind sie schon in wenigen Tagen, manchmal in Stunden verfügbar. Die spätere Machbarkeit in der Serie spielt zum Zeitpunkt der A-Musterphase noch keine Rolle. Es geht jetzt darum, die Spezifikation für die Serie anhand von konkreten Teilen genauer zu definieren.
A-Mustertests führen häufig zu Verbesserungen in der Planung für das Gesamtprojekt, weil erst mit diesen physischen Modellen allen beteiligten Personen das Ziel der Entwicklung real vor Augen ist.
So kann es passieren, dass erst mit A-Mustern in den Händen anders diskutiert wird und Erkenntnisse entstehen, die das gesamte Konzept von Funktion oder Montage über den Haufen werfen. So etwas sollte man zulassen und ggf. 2 oder 3 Konzepte parallel verfolgen, um sich später für das Beste zu entscheiden.
